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Category: Technologie

New Work – die 5 Prinzipien der Unternehmensführung der Zukunft

Die Arbeitswelt verändert sich

In einer sich immer schneller verändernden Welt ist es wichtig, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Arbeitswelt ist da kaum eine Ausnahme. Vorbei sind die Zeiten, in denen Führungskräfte einfach nur Befehle erteilt haben und Kontrolle ausgeübt haben. Ständig neue Technologien und Entwicklungen stellen uns vor neue Herausforderungen. Wie können wir uns an diese Veränderungen anpassen? New Work ist ein Ansatz, der die alten Regeln und Konzepte des Arbeitens und des Personalmanagements ablöst und mit neuen Management Prinzipien versucht den neuen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. In diesem Artikel findet ihr heraus, welches die fünf wichtigsten Prinzipien sind, die New Work ausmachen.

1. Dynamische Steuerung durch Digitalisierung

Die Digitalisierung ist in aller Munde – und das aus gutem Grund. Denn sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und dadurch wettbewerbsfähiger zu werden. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Digitalisierung völlig neue Geschäftsmodelle. Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte dynamische Steuerung. Dabei handelt es sich um ein Konzept, bei dem Unternehmen ihre Steuerungsprozesse – also die Art und Weise, wie sie ihr Geschäft führen – ständig an die sich ändernden Marktbedingungen anpassen. Dies ist nur durch die Nutzung digitaler Technologien möglich, da sie es ermöglichen, Prozesse sehr viel schneller umzusetzen als herkömmliche Mechanismen. Die Vorteile der dynamischen Steuerung liegen auf der Hand: Unternehmen können schnell auf veränderte Marktbedingungen reagieren und so ihr Geschäft besser auf die jeweiligen Bedürfnisse ihrer Kunden ausrichten. Gleichzeitig können sie ihre Kosten reduzieren, da sie durch die ständige Anpassung ihrer Prozesse effizienter werden. 

Allerdings ist diese zunächst trivial klingende Maßnahme gar nicht so einfach umzusetzen. Unternehmen müssen in der Lage sein, ihre Prozesse digital zu gestalten. Dies bedeutet, dass sie alle relevanten Daten in digitaler Form vorliegen haben und diese Daten auch entsprechend nutzen können. Zudem müssen Unternehmen in der Lage sein, ihre Prozesse ständig zu überwachen und zu analysieren, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Alles in allem ist die Umsetzung einer dynamischen Steuerung eine große Herausforderung – aber auch eine große Chance für Unternehmen, die bereit sind, in die Zukunft zu investieren.

2. Orientierung am Zweck der Organisation

In einer zunehmend unübersichtlichen und komplexen Welt ist es für Organisationen immer wichtiger, sich am Zweck der Organisation zu orientieren. Dieser Zweck kann sich im Laufe der Zeit ändern, aber er sollte immer die Grundlage für die Entscheidungen und Handlungen der Organisation sein.

Organisationen, die sich am Zweck der Organisation orientieren, können sich flexibel an veränderte Umwelteinflüsse anpassen und so ihre Ziele erreichen. Gleichzeitig werden durch die Orientierung am Zweck die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter gesteigert, da sie wissen, dass ihre Arbeit einen Sinn hat. Die Orientierung am Zweck ist also sowohl für die Organisation als auch für ihre Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Um diese Orientierung zu erreichen, ist es wichtig, dass die Organisation eine klare Vision und Strategie hat, die alle Mitarbeiter nachvollziehen und leben können. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter regelmäßig über die Ziele und den Fortschritt der Organisation informiert werden, damit sie ihre Arbeit entsprechend ausrichten können. 

Vor allem in Zeiten des digitalen Wandels und der beschleunigten Innovation ist es für Organisationen unerlässlich, für etwas zu stehen und sich an diesem Zweck, oder anders gesagt – einem höheren Ziel, auszurichten. Dies gelingt jedoch nur, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesen Zweck kennen und verinnerlicht haben. Die Verankerung des gemeinsamen Organisationszwecks sollte daher ein zentrales Anliegen aller Führungskräfte sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Maßnahmen und Entscheidungen in die gleiche Richtung weisen und die Organisation erfolgreich agieren kann.

3. Rollen ersetzen Position und Hierarchie

In einer neuen Arbeitswelt, die von Agilität, Flexibilität und Kreativität geprägt ist, ersetzen Rollen feste Position und Hierarchie. In dieser Welt gibt es keinen Platz für starre Strukturen und Regeln. Stattdessen wird alles auf den Prüfstand gestellt, um sicherzustellen, dass es den Erfordernissen der Arbeit entspricht. Diese neue Arbeitswelt ist bereits Realität in vielen Unternehmen. Sie erfordert jedoch ein Umdenken in Bezug auf die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit organisieren und ausführen. Wir müssen uns von alten Denkmustern lösen und uns auf die Zukunft konzentrieren. Eine der größten Herausforderungen in diesem Prozess ist es, die richtigen Menschen für die richtigen Jobs zu finden. In einer Welt, in der Positionen und Hierarchien verschwinden, müssen wir uns auf andere Kriterien konzentrieren. Wir müssen uns fragen: Welche Fähigkeiten braucht diese Person? Welche Persönlichkeit wird am besten zu unserer Unternehmenskultur passen? Und vor allem: Wie können wir sicherstellen, dass diese Person ihre Arbeit gerne macht und mit Begeisterung an die Sache herangeht? Glücklicherweise gibt es heute viele Möglichkeiten, diese Fragen zu beantworten. Es gibt zahlreiche Tools und Methoden, mit denen wir die perfekte Person für den perfekten Job finden können. Mit den richtigen Mitteln können wir sicherstellen, dass wir in unserer neuen Arbeitswelt erfolgreich sein werden.

4. Integrale Führung statt Management

Integrale Führung ist ein Ansatz, der sich mit den vielfältigen Aspekten der menschlichen Natur befasst und versucht, sie in einem integrativen Modell zu verknüpfen. Es geht darum, die ganzheitliche Persönlichkeit eines Menschen zu fördern und zu entwickeln, anstatt sich auf die Erreichung bestimmter Ziele zu konzentrieren. Denn nur wer sich selbst gut kennt und weiß, was er oder sie will, kann auch motiviert und produktiv arbeiten. Nur so können Innovationen entstehen und langfristige Erfolge erzielt werden. Integrale Führung basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch einzigartig ist, und seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele hat. Daher sollte er orts- und zeitunabhängig seine Arbeit erledigen können. Dies erfordert eine hohe Eigenmotivation und Selbstdisziplin. Ein integraler Ansatz setzt auf Vertrauen, Wertschätzung und Autonomie der Mitarbeiter. Statt sie ständig kontrollieren und überwachen zu wollen, sollten Führungskräfte ihnen die Freiheit geben, ihre Arbeit selbst zu gestalten und zu organisieren. Dabei ist es wichtig, auf regelmäßige Feedback-Gespräche zu setzen, um die Leistung der Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern. In Zeiten von New Work ist es besonders wichtig, auf eine integrale Führungsphilosophie zu setzen. Denn nur so können Unternehmen die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter berücksichtigen und sie langfristig an sich binden.

5. Lebendige Struktur

Arbeit war früher einfach. Man ging jeden Tag um 8 Uhr in die Fabrik oder das Büro und kam um 17 Uhr wieder nach Hause. Heute ist die Arbeitswelt viel komplexer und vielfältiger. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus oder unterwegs. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich grundlegend geändert. Diese Veränderungen haben auch Auswirkungen auf die Architektur der Arbeitswelt. Immer mehr Unternehmen setzen auf offene Bürostrukturen, in denen Mitarbeiter flexibel arbeiten können. Diese Büros sollen lebendig sein und fördern die Kommunikation und Zusammenarbeit der Mitarbeiter. Allerdings ist diese Art des Arbeitens nicht für jeden geeignet. Viele Menschen brauchen Ruhe und Entspannung, um effektiv arbeiten zu können. Für sie ist ein lebendiges Büro eher eine Störung als eine Hilfe bei der Arbeit. In solchen Fällen ist es besser, wenn Unternehmen Rückzugsorte anbieten, in denen sich die Mitarbeiter zurückziehen und in Ruhe arbeiten können.

Fazit

New Work ist ein neuer Ansatz für die Gestaltung von Arbeit. Es geht um die Schaffung von Rahmenbedingungen, in denen Menschen so arbeiten können, wie sie am besten arbeiten. Dies geschieht durch die Förderung der Eigenverantwortung, Selbstbestimmtheit und Kooperation. New Work ist eine Haltung, eine Einstellung zur Arbeit. Es ist ein Versuch, die Arbeitswelt zu verbessern und an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen. New Work ist nicht messbar und es gibt keinen One-Size-Fits-All-Ansatz. Jeder muss selbst herausfinden, was New Work für ihn bedeutet und wie er es in seinem Alltag umsetzen kann.

New Work ist mehr als ein Modewort – es ist eine Bewegung, die sich für einen grundlegenden Wandel im Arbeitsleben starkmacht. Bei New Work geht es um die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und müssen, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Dabei stehen Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt: Wir brauchen Arbeitsplätze, die unsere individuellen Stärken fördern und uns Raum für Selbstverwirklichung bieten.

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